Nicht Disneyland

Und andere Aufsätze über Modernität und Nostalgie

Was verbindet Mario Botta, Pipilotti Rist und Luzern mit Donald Duck und Anaheim? Die Essays des Kunsthistorikers Stanislaus von Moos versuchen Antworten.

 

 

Titelinformation

Stanislaus von Moos

1. Auflage

, 2004

Gebunden

240 Seiten, 191 sw Abbildungen

17 x 23 cm

ISBN 978-3-85881-162-2

Inhalt

Ausgehend von nationalen Ereignissen wie der Landi 1939, dem Brand der Luzerner Kapellbrücke 1995 sowie der Expo.02 untersucht der Kunsthistoriker Stanislaus von Moos das Spannungsfeld von ästhetischer Moderne und historistischer Rekonstruktion, das hier exemplarisch sichtbar wird. Als Laboratorien, in denen Kunst, Architektur, Gestaltung und die Ansprüche von Tourismus, Unterhaltung und (Stadt-)Marketing zusammenkommen, geben sie Auskunft über den Stand der schweizerischen Architektur und Kunst im 20. Jahrhundert bzw. an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.
Von Moos richtet dabei abwechselnd die Lupe und dann wieder das Fernglas auf Künstler wie Max Bill, Pipilotti Rist oder Hans Erni und fragt nach ihrer Stellung in der nationalen Mythologie und Kulturindustrie. Zudem denkt er darüber nach, was Avantgarde im politischen und ideologischen Kontext einer Zeit, in der die Grenzen zwischen ästhetischer Radikalität und kommerzieller Vermarktung durchlässig geworden sind, noch bedeuten kann. Ein inspirierender Dialog mit der Schweizer Kultur.

Autoren & Herausgeber

Stanislaus von Moos

 (*1940, Luzern), 1983–2005 Professor für moderne Kunst an der Universität Zürich, seit 2010 Gastprofessor an der Yale School of Architecture. Verfasser zahlreicher Monografien, u.a. über Le Corbusier und Robert Venturi.

Echo

«Die Texte von Stanislaus von Moos zu lesen ist ein Genuss. Sie sind klug erhellend – und gut geschrieben.» Benedikt Loderer, Hochparterre
«Stanislaus von Moos’ erfrischender Blick und die Gabe, einfachste Dinge des Alltags in ihren breiteren kulturellen Zusammenhang einzuordnen, wie sie sonst eher im angelsächsischen Sprachraum zu finden sind, prägen auch den vor kurzem erschienenen Band Nicht Disneyland.» Gerhard Mack, NZZ am Sonntag

 

«In ihrer Gesamtheit bilden die Essays ein Panoptikum zur jüngeren Schweizer Architektur- und Kulturgeschichte, in einem sprachlichen Duktus vorgeführt, der nicht nur anregend erhellend, sondern unterhaltsam und bisweilen subversiv zugleich ist. Die Beiträge verbinden ein scharfsinniges Nachdenken über Phänomene, die nur allzu gerne unter den Teppich gekehrt werden, mit essayistischer Verve. Wem die Schweiz und das Schicksal des Projekts Moderne hierzulande am Herzen liegt, der wird in dem Band in mehrfacher Hinsicht lesenswerte Beiträge finden.» Martino Stierli, Neue Zürcher Zeitung

 

«Eine intelligente wie unterhaltsame Lektüre, die trotz aller Rhetorik im Architekturdiskurs noch möglich ist.» werk, bauen + wohnen

 

«Nicht nur die Fülle des Anschauungsmaterials ist beeindruckend, auch die Akrobatik, mit der von Moos mit den Ikonen und Pastoralen (nicht nur den schweizerischen) aus Architektur- und Kunstgeschichte jongliert, um Mickey und die Gartenzwerge dort zu suchen, wo sie niemand vermutet hat.» tec21