Il Girasole

Ein Haus in der Nähe von Verona

Ein Haus wie eine Sonnenblume: Die 1935 erbaute Villa Girasole kann sich um die eigene Achse drehen. Der preisgekrönte Film über das Haus erstmals auf DVD, begleitet von einem Beiheft mit Texten, Fotos und Plänen.

 

 

Titelinformation

Ein Film von Christoph Schaub und Marcel Meili. Mit Beiträgen von Sochitl Forster, Katja Lässer, Marcel Meili und Christoph Schaub

1. Auflage

, 2010

DVD mit Begleitbuch. Film in Originalfassung Italienisch mit Untertiteln Deutsch / Englisch / Französisch, Spieldauer ca. 17 Min., farbig

Begleitbuch: Text Deutsch und Englisch; gebunden, 48 Seiten, 12 farbige und 8 sw Abbildungen, 4 Pläne

14 x 19.5 cm

ISBN 978-3-85881-906-2

Inhalt

Unweit von Verona, auf einem sanften Hügel und umgeben von einem Park, steht eines der ungewöhnlichsten Wohnhäuser der Welt: Es ist die um 360 Grad drehbare Villa Il Girasole, die der Ingenieur Angelo Invernizzi (1884–1958) 1935 erbaut hat. In ihrem Innern befindet sich ein Motor, der das Haus dem Lauf der Sonne oder auch gewünschten Ausblicken in die Landschaft folgen lässt. Damit verkörpert die Villa den Innovationsgeist und Mut der 1930er-Jahre auf exemplarische Weise. Die DVD Il Girasole dokumentiert einen ganzen Tag im Leben des Hauses, erschliesst Architektur und Atmosphäre der Räume sowie die Einrichtungen und imaginiert das Leben in diesen Räumen. Eine futuristische Sensation, die heute ein Highlight der Architekturgeschichte ist.

Autoren & Herausgeber

Marcel Meili

 (*1953), Architekt. Studium der Architektur an der ETH Zürich. Seit 1987 eigenes Architekturbüro zusammen mit Markus Peter in Zürich. Seit 1999 zudem Professor für Architektur am ETH Studio Basel, Institut Stadt der Gegenwart, der ETH Zürich.

Christoph Schaub

 (*1958, Zürich), Filmregisseur. Abbruch des Germanistikstudiums, autodidaktische Ausbildung als Filmer. Seit 1984 Realisation von Spielfilmen, u.a. Giulias Verschwinden (2009), und zahlreichen Dokumentarfilmen.

Echo

«Schaubs Film vereint zwei Dinge: einen kühnen Zukunftsraum aus der Vergangenheit und einen nostalgischen Rückblick auf den Futurismus». Matthias Lerf, Tages-Anzeiger

 

«An education into the purest aspirational form of architecture, the film shows how the intention to build a space can be brought from conception to finished construction without compromise, a demonstration that even the most ambitious undertakings can be seen as prototypes for future structures.» Apphia Michael, wallpaper

 

«Als der nur 17-minütige Film von Christoph Schaub und Marcel Meili 1995 an der Biennale Film und Architektur in Graz mit dem 1. Preis der Internationalen Architekturkritik ausgezeichnet wurde, war wohl nicht ganz klar, wer hier die Auszeichnung erhalten hat: das Filmteam, dessen Arbeit oder der Protagonist dieses Films. Denn bis zu diesem Zeitpunkt – und vielleicht noch bis heute – war die Villa des Ingenieurs Angelo Invernizzi nur Kennern bekannt.» Benedikt Kraft, DBZ Deutsche Bauzeitschrift

 

«If you’re unable to experience Il Girasole by living in it for a while, the second best thing is a short film by Marcel Meili, an architect, and Christoph Schaub, a film-maker.» Patrick Krause, Qvest Magazine

 

«Grâce au jeu des acteurs qui déambulent nonchalamment dans la maison, et à l’émouvant récit livré en voix « off » par la fille de l’ingénieur Invernizzi qui réside régulièrement à Il Girasole, le court métrage de Schaub et Meili propose également une restitution probante du mouvement des corps dans l’espace. L’architecte et le cinéaste, dont les moyens de tournage ont été importants, parviennent ici à renouveler cet art difficile du film d’architecture, genre par excellence de la rencontre entre le mobile et l’immobile. Le livre qui accompagne le DVD renferme quelques éclairages sur cette question et d’intéressants dessins et photographies anciennes de la villa.» Valérie Didelon, D’Architectures