Seit der Postmoderne sind Architektinnen, Historiker und Theoretikerinnen von einer seltsamen Faszination für faschistische Architektur ergriffen. Woher kommt diese Faszination? Andrew Santa Lucia und Daniel Jonas Roche reagieren mit ihrem Buch auf diesen jahrzehntelang gepflegten akademischen Fetisch. Antifascist Architecture ist der erste Versuch, eine brauchbare Definition antifaschistischer Architektur zu entwickeln, ausgehend von der Frage, wie antifaschistische Architektur aussieht und wer sie baut.
Das Buch ist eine kaleidoskopische, peripatetische Bricolage über Menschen, die sich heldenhaft dem antifaschistischen Kampf angeschlossen haben, von Gebäuden, die im Namen des Antifaschismus errichtet wurden. Es ist auch ein «Ruf zu den Waffen» für eine antifaschistische utopische Zukunft. Es ist geschrieben für Studierende und Praktiker der Architektur ebenso wie für Aktivisten und Sozialwissenschaftlerinnen, die sich für antifaschistische Geschichte, Theorie und Praxis interessieren.
«Das Buch ist ein antifaschistischer Weckruf, der zur rechten Zeit kommt. [ … ] Souverän amalgamieren die Wissenschaftler Architekturgeschichte und -theorie, Philosophie und Politische Ökonomie zu einer Art Standardwerk antifaschistischer Ästhetik. Eine akademische Pionierleistung, Pflichtlektüre nicht nur für kritische Urbanist: innen jedweder Provenienz, die ganz neue Dimensionen eröffnet. Was das ausgezeichnet belegte, mit Lane Ricks roten Kreidezeichnungen reich illustrierte und im Sinne der Laibach’schen Überaffirmation faschistischer Ikonologie in Frakturschrift übertitelte Werk so nützlich macht, ist, dass es nicht bei einem defensiven Kampfbegriff stehenbleibt, sondern ein theoretisches Konzept ihres Feldes umreisst.» Ingo Arend, taz
«The fact that the architects profiled are not widely taught is pedagogical malpractice, especially at a moment when the affordability and housing crises are creating public demand for more radical design and policy changes from their architectural successors. What emerges is a clear and inspirational survey, and these lessons are powerful guardrails against the nihilism and hopelessness that comes from not knowing the history and victories of past struggles.» Zach Mortice, The Architect’s Newspaper