Seoul Urban Architecture bietet eine eindrucksvolle Darstellung der stĂ€dtebaulichen und architektonischen Entwicklung Seouls. Sung Hong Kim erzĂ€hlt aus der Perspektive eines Architekten und Lehrers, der seit ĂŒber vier Jahrzehnten in der Stadt lebt und arbeitet. Er verbindet dabei persönliche Erinnerungen mit Kulturgeschichte und Stadtanalyse. Er zeichnet nach, wie SĂŒdkoreas Kapitale sich von einer von konfuzianischen Idealen geprĂ€gten, ummauerten Stadt zur weitlĂ€ufigen, vertikalen Metropole des 21. Jahrhundert gewandelt hat. Rasante Modernisierung, tiefe strukturelle WidersprĂŒche und ausgeprĂ€gte kreative WiderstandsfĂ€higkeit charakterisieren Seoul heute.
Kim fĂŒhrt seine Leser:innen durch Perioden urbaner, rechtlicher, technologischer und kultureller ZwĂ€nge, aus denen schliesslich grosse VitalitĂ€t, energische KreativitĂ€t und Innovationsfreude einer aufstrebenden Generation von Architekt:innen hervorgingen. Seine Ăberlegungen zu Vertreibung, Zwang und Einfallsreichtum sprechen eine breitere globale Situation an, mit der Architekt:innen und Urbanist:innen gleichermassen konfrontiert sind: Wie findet man Sinn und HandlungsfĂ€higkeit in Umgebungen, deren Einflussgrössen ausserhalb der Kontrolle des Individuums liegen?
«Seoul Urban Architecture demonstrates that, at its best, design can shape the material consequences of policy to the benefit and enrichment of life in common.» John Peponis, School of Architecture, Georgia Tech, Atlanta
«This is Sung Hong Kimâs achievement: to explain why there are these particularities [of Seouls development] and to make it clear to the reader that the convulsive histories â the colonialization by the Japanese, the war of the 1950s â had a major impact on, on one hand, influencing the development of urban architecture and design, but as well as clearing the path for modern civil architecture and urban design.» Wilfried Wang, Tongji University & Hoidn Wang Partner