Wo Dinge wohnen

Das Phänomen Selfstorage

«Auslagern» im wahrsten Sinn des Wortes: Selfstorage ist ein Grossstadt-Trend, den u.a. ein mobiler Lebensstil und hohe Wohnungsmieten ausgelöst haben

 

Titelinformation

Herausgegeben von Martina Nußbaumer und Peter Stuiber

1. Auflage

, 2019

Broschiert

164 Seiten, ca. 100 Abbildungen

17 x 24 cm

ISBN 978-3-03860-137-1

In Kooperation mit dem Wien Museum, Wien

Inhalt

Welche Dinge heben wir auf, welche geben wir weg? Darüber entscheidet nicht nur der praktische oder emotionale Wert eines Gegenstands, sondern auch der vorhandene Platz zur Aufbewahrung – vor allem in der Stadt, wo Stauraum im eigenen Wohngebäude immer knapper wird. Selfstorage-Anbieter mit ihren Lagerabteilen versprechen eine Lösung des Problems. In den 1960er-Jahren in den USA entwickelt, wird das Geschäftsmodell der «Selbstlagerung» seit den 1990er-Jahren auch im deutschsprachigen Raum populär. Angebot und Nachfrage wachsen in den Grossstädten rasant – so auch in Wien, das hier als Fallbeispiel dient.
Ausgehend von der zunehmenden Bedeutung, die Selfstorage-Räume für das oft temporäre Auslagern persönlicher Gegenstände gewinnen, fragt das Buch nach den Gründen und Rahmenbedingungen dieses Phänomens – und danach, was Selfstorage über gegenwärtige Stadtentwicklung erzählt. Welche Rolle spielen dabei steigende Wohnungskosten bei geringeren Wohnflächen? Wie wirken sich beschleunigte Lebensstile und wachsende Anforderungen an Mobilität und Flexibilität aus? Wie verhalten sich die Architekturen der Lagerhäuser zum Stadtraum? Und welche Lebensentwürfe und biografischen Einschnitte spiegeln sich in der Nutzung von Selfstorage-Depots?

Das Buch erscheint anlässlich einer Ausstellung im Wien Museum, Wien im Frühling 2019 mit einem Vorwort von Matti Bunzl und Beiträgen von Petra Beck, Justin Kadi, Martina Nußbaumer, Maik Novotny, Angelika Psenner und Peter Stuiber sowie Fotografien von Klaus Pichler.

Autoren & Herausgeber

Petra Beck

 ist Europäische Ethnologin und Kulturanthropologin. Sie hat mehrere Jahre im Bereich Film gearbeitet und anschließend Europäische Ethnologie, Kulturwissenschaft und Gender Studies an der Humboldt Universität zu Berlin studiert. Ihre Magisterarbeit Restopia. Selfstorage als urbane Praxis wurde mit dem Georg-Simmel-Preis für Stadtforschung 2013 ausgezeichnet.

Matti Bunzl

 ist Direktor des Wien Museum.

Justin Kadi

 hat Stadtforschung in Wien, Amsterdam und New York studiert. Vor seiner aktuellen Tätigkeit an der Technischen Universität Wien, Department für Raumplanung, hat er an der Universität Amsterdam und der Bauhaus-Universität Weimar gearbeitet.

Maik Novotny

 studierte Architektur und Stadtplanung in Stuttgart und Delft und lebt seit 2000 in Wien.

Martina Nußbaumer

 studierte Geschichte sowie Angewandte Kulturwissenschaften und Kulturmanagement in Graz und Edinburgh und ist seit 2008 Kuratorin im Wien Museum. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Stadt- und Kulturgeschichte im 19., 20. und 21. Jahrhundert, Geschichts- und Identitätspolitik, urbane soziale Bewegungen und Themen des öffentlichen Raums.

Angelika Psenner

 studierte Architektur, Städtebau und Soziologie in Wien, Paris und New York. Derzeit hat sie die Elise-Richter-Habilitationsstelle am Fachbereich Städtebau an der Technischen Universität Wien inne, wo sie das Forschungsprojekt StadtParterre Wien leitet.

Peter Stuiber

 studierte Germanistik und Geschichte und ist seit 2005 als Kommunikationsexperte im Wien Museum tätig. Journalistische und publizistische Beiträge zur Kulturgeschichte mit Schwerpunkt Design und Architektur.

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Cover

Selfstorage in einem Erdgeschosslokal Foto: Klaus Pichler/Wien Museum

Selfstorage-Container an der südlichen Peripherie in Wien Foto: Klaus Pichler/Wien Museum

Innenansicht eines Selfstorage-Standortes Foto: Klaus Pichler/Wien Museum

Einblick in ein mittelgrosses Selfstorage-Abteil Foto: Klaus Pichler/Wien Museum

Einblick in ein mittelgroses Selfstorage-Abteil Foto: Klaus Pichler/Wien Museum

Reisekoffer aus den 1920er Jahren, aufbewahrt in einem Storage-Abteil Foto: Klaus Pichler/Wien Museum

 

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