Glatt! Manifest für eine Stadt im Werden

Schutz der Landschaft durch Förderung von Stadt: die vielbeachteten Ideen der Architektengruppe Krokodil erstmals in Buchform.

 

 

Titelinformation

Architektengruppe Krokodil. Herausgegeben von Sascha Roesler

1. Auflage

, 2012

Broschiert

168 Seiten, 46 farbige und 4 sw Abbildungen, 7 Karten und 47 Grafiken. Faltbeilage mit Karten und Grafiken

19 x 26 cm

ISBN 978-3-906027-05-0

Inhalt

Glatt! Manifest für eine Stadt im Werden nimmt die Entwicklung im Zürcher Agglomerationsgürtel Glatttal zum Ausgangspunkt, um aufzuzeigen, welches die Hauptgefahr ist, die der Schweiz droht: die fortwährende Zersiedelung. Wie aber könnte Landschaft denn erhalten werden? Mit klarerer Scheidung in urbane und landschaftliche Räume – indem grössere Verdichtung der städtischen Räume, kombiniert mit einer höheren Nutzungsvielfalt, zu einem neuen, zeitgemässen Typus von Stadt führt.

Dafür müssten nicht auf dem Reissbrett oder der grünen Wiese Musterstädte entworfen, sondern die bestehenden Orte, Infrastrukturen, Industrie- und Dienstleistungszonen zielgerichtet weiterentwickelt und um diejenigen Funktionen ergänzt werden, die fehlen. Dazu braucht es eine engagierte übergeordnete Planung und die Anpassung von Baugesetzen und Richtlinien. So könnte Verdichtung und Naturbelassung der Schlüssel zu einer neuen Raumentwicklung sein. Die Region Glatttal bietet dafür besten Anschauungsunterricht.

Anknüpfend an Vorläufer wie die legendäre Schrift achtung: die Schweiz, die 1955 von Lucius Burckhardt, Max Frisch und Markus Kutter verfasst wurde, skizziert das Buch auch, welche politischen Prozesse und Weichenstellungen für eine sinnvolle Entwicklung vonnöten wären. Dies alles in knappen, pointierten Texten sowie in vielfältigem Foto-, Visualisierungs-, Diagramm- und Kartenmaterial.

Die Architektengruppe Krokodil – benannt nach dem gleichnamigen Restaurant in Zürich – ist ein loser Zusammenschluss von Architekten, die sich zum Ziel gesetzt haben, über die urbane Zukunft der Schweiz (und Mitteleuropas) nicht nur zu forschen, sondern auch Stellung zu beziehen:

EM2N Architekten: Mathias Müller, Daniel Niggli, Fabian Hörmann
Frank Zierau Architekt
pool Architekten: Andreas Sonderegger, Mischa Spoerri, Raphael Frei
Boltshauser Architekten: Roger Boltshauser
Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten: Lukas Schweingruber

 

Ebenfalls lieferbar zum Thema «Glatt!»:

Glatt Projekte für eine Stadt im Werden

Glatt! From Suburb to City?

Autoren & Herausgeber

Architektengruppe Krokodil

 ist ein Zusammenschluss von Zürcher Architekturbüros, der seit 2008 konkrete Lösungsansätze für die Urbanisierung der Schweizer Agglomerationen untersucht.

Roger Boltshauser

Raphael Frei

Fabian Hörmann

Mathias Müller

Daniel Niggli

Sascha Roesler

, Architekt, Forscher und Senior Researcher and Module Coordinator am Future Cities Laboratory der ETH Zürich in Singapur. Studium der Architektur an der ETH Zürich und der Theorie der Gestaltung und Kunst aun der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.

Lukas Schweingruber

Andreas Sonderegger

Mischa Spoerri

Frank Zierau

 (*1961), Architekt. Studium der Architektur an der Universität Hannover. Seit 1997 eigenes Büro in Zürich und ist seit 2011 Dozent für Architektur an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW in Winterthur.

Echo

«Glatt! Manifest für eine Stadt im Werden präsentiert einen hervorragenden, in mancher Hinsicht innovativen Entwurf für eine lebensfähige Stadt des 21. Jahrhunderts im Glatttal. Die ihm zugrunde liegenden zehn städtebaulichen Gebote des ‹Krokodil-Codes› können nahezu universell auf Stadtgründungen und -erweiterungen angewendet werden.» Ch. Ranseder, Ebensolch Rez-E-zine, September 2012

 

«Ein besonders gelungenes Beispiel ist die neue Publikation einer Architektengruppe unter dem Namen Krokodil. Ihr ‹Manifest für eine Stadt im Werden› bleibt nicht im üblichen ästhetischen oder utopisch abgehobenen Urbanistikdiskurs stecken, sondern zeigt klar, wie das Gebiet zwischen Greifensee und Flughafen in einer zukünftigen städtischen Schweiz aussehen könnte.» Thomas Held, Das Magazin, September 2012