René Burri. Brasilia

Fotografien 1958–1997

Eine der ungewöhnlichsten Städte des 20. Jahrhunderts, gesehen von einem der bedeutendsten Fotografen unserer Zeit: Während 40 Jahren dokumentierte der Magnum-Fotograf René Burri die Hauptstadt von Brasilien.

 

 

Titelinformation

Herausgegeben von Arthur Rüegg. Beiträge von Arthur Rüegg, René Burri und Clarice Lispector

1. Auflage

, 2011

Text Deutsch und Englisch

Gebunden
224 Seiten, 104 farbige und 118 sw Abbildungen

23 x 31 cm

ISBN 978-3-85881-307-7

Inhalt

Brasilia ist eine realisierte Utopie. René Burri (1933–2014), Mitglied von Magnum Photos ab 1959 und einer der bekanntesten Fotoreporter und Porträtisten des 20. Jahrhunderts, dokumentierte die aus dem Boden gestampfte Hauptstadt Brasiliens von 1958 bis 1997: zuerst ihren Aufbau, dann das Alltagsleben. Dieses Buch präsentiert die einzigartigen Farb- und Schwarzweissaufnahmen – die meisten bislang unveröffentlicht – zum ersten Mal als grosses Städteporträt. Burri zeigt die Sicht aus dem Flugzeug auf die dem Urwald abgerungenen Bauflächen, Bauten im Entstehen, architektonische Ikonen, Strassenszenen und stimmungsvolle Partys. Der mit einem Essay und zahlreichen Dokumenten ergänzte Bildband vermittelt die ungeheuren Anstrengungen und die Aufbruchsstimmung der Anfangszeit und die visionären Dimensionen Brasilias auf fotografisch einmalige Weise.

 

René Burri wurde 2011 für sein Lebenswerk mit dem Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

Autoren & Herausgeber

René Burri

Clarice Lispector

 (1920–1977), Schriftstellerin. Emigration mit den Eltern von der Ukraine nach Brasilien. Jura-Studium. Publikation zahlreicher Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher.

Arthur Rüegg

 (*1942, Bülach), Architekt und Autor sowie Herausgeber zahlreicher Bücher, u.a. über Le Corbusier. Studium der Architektur an der ETH Zürich 1961–1967. 1971–1998 mit Ueli Marbach Architekturbüro in Zürich. 1991–2007 Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich.

Echo

«Es ist ein Bilderbuch im besten Sinne entstanden.» Urs Steiner, Neue Zürcher Zeitung

 

«An exceptional document by an exceptional photographer.» www.urban-resources.net

 

«Burri hat ein Auge für Architektur und für die Magie von Formen.» Gerhard Mack, art

 

«Als Glücksfall erweist sich, dass Burri früher als andere auch in Farbe fotografiert hat, das Licht des brasilianischen Himmels und das Rot des Lehmbodens fangen seine Bilder unverfälscht ein. Die verbleichenden Dias aus den Architekturgeschichte-Vorlesungen werden auf einmal zum Leben erweckt, sie wimmeln und atmen und man meint den Tabak der Arbeiter zu riechen.» Frank Peter Jäger, db – deutsche Bauzeitung

 

«Texte und Bildlegenden folgen am Ende des schlicht gestalteten Buches erst nach der Bildstrecke. Dies erlaubt es dem Augenmenschen, erst einmal die Fotografien wirken zu lassen und sich über den visuellen Eindruck an Brasilia anzunähern.» Dominik Imhof, artensuite

 

«In René Burris wunderbarem Buch Brasilia, das gleichsam zum Porträt einer Utopie wird, sind seine Fotografien aus 40 Jahren jetzt zum ersten Mal als umfassende Bildreportage zu sehen.» Freddy Langer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

«Auf 171 Seiten kann man René Burris Fotografien studieren, die in ihrer Gesamtheit so das erste Mal veröffentlicht wurden. Man kann Geschichten aus ihnen herauslesen, ohne dabei auch nur von einem Wort gestört zu werden. Denn die Bildunterschriften finden sich erst auf den letzten Seiten des Buchs. Direkt im Anschluss an die Bilder schreibt Arthur Rüegg, der Herausgeber, in einem sehr empfehlenswerten Aufsatz über Burris Reisen nach Brasília; ein Mix aus Biografie, der Geschichte der Stadt und Burris Sicht auf Brasília. Ein knapper Text des Fotografen und einige Faksimiles runden diese gelungene Publikation ab.» www.architekturbild-ev.de

 

«Burri’s eye for both the microscopic and the grandiose gives us an appreciation of the city both as a lumbering beast and ordered, civilized microcosm.» Estella Shardlow, Vintage Seekers

 

«Wunderbares Zeitkolorit wohnt den Studien der ‹einfachen› Leute, der Bauarbeiter, der Lehrer, Busfahrer und Sekretärinnen ebenso inne wie den Porträts bekannter Persönlichkeiten.» Gregor Auenhammer, Der Standard

 

«Dank der Anordnung der Fotos, unter ihnen zahlreiche bisher unveröffentlichte Aufnahmen, liest sich der Band in der Spannung von architektonischer Perfektion und menschlicher Wärme, von Farbaufnahmen und den, für Burri typischen, Schwarzweissfotos wie eine Bildergeschichte.» http://literarisches-berlin.de

 

«Brasilia is famous as a city built from nothing in the late 1950s. There from the start was the photographer René Burri, who expertly married a keen eye for architecture with an equal delight in the developping street life of the builders and workers living in this ever-chanching environment.» ARLIS news sheet

 

«Entstanden ist ein klassisches Photobuch, das die hohe Kunst dieses Genres aufzeigt und in seiner sorgfältigen Konzeption den Unterschied zu den Bildbänden deutlich macht. Brasilia packt, verführt zum konzentriert-gierigen Durchblättern, um direkt im Anschluss zu den ersten Seiten zurückzukehren und nu vertieft Bilder und Stadt zu erforschen. Und das ist eine Qualität, die nur wenigen Büchern innewohnt!» Elisabeth Plessen, Umrisse, Zeitschrift für Baukultur